Tulpen aus Amsterdam oder Gift im Blumenstrauß…

Gedanken zu Schnitt-Blumen, wie schön sie auch sein mögen…

Es ist wieder soweit, Frühling! Die ersten Boten in Form von Blumen künden davon. Doch wer denkt schon daran, wie Blumen produziert werden? Viele denken bei BIO an Lebensmittel; Hauptsache keine Chemie, vielleicht noch regional erzeugt und schmecken soll es auch.

Blumen? BIO? FAIR? Was? Gibts das etwa auch schon? Was soll denn daran bio sein und wieso???

Woher kommen die Blumen?

Im Winter wird nahezu jeder einzelne Blütenstängel, der in den Blumenläden der Stadt zu kaufen ist, importiert. Fast jede zweite Schnittblume stammt aus Kolumbien, Ecuador oder Kenia – wo sie unter nach europäischen Maßstäben oft unvorstellbaren Arbeitsbedingungen gezüchtet und geschnitten wurden.

In Lateinamerika und Afrika findet man optimale klimatische Bedingungen für den Schnittblumenanbau vor. Jedoch sind mit der dortigen Blumenproduktion häufig eine Reihe von sozialen und ökologischen Problemen verbunden.

In den Blumenfarmen herrschen oftmals menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Niedrigste Löhne, keine geregelten Arbeits- und Pausenzeiten sowie Kurzzeitarbeitsverträge sind an der Tagesordnung. Gesundheit und Umwelt werden durch den Einsatz von Pestiziden erheblich belastet.

Für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Erzeugerländern setzen sich seit vielen Jahren Menschenrechtsorganisationen, kirchliche Gruppen und Verbände des Blumenhandels ein. Außerdem wurden eine Reihe von Siegeln für faire Blumen aus umweltverträglicher und sozial gerechter Produktion entwickelt. In Deutschland hat das Fairtrade-Siegel die größte Bedeutung. Daneben gibt es eine Reihe von Siegeln, die umweltgerechte und ökologisch erzeugte Blumen aus Deutschland und den Niederlanden kennzeichnen.

Faire und ökologische Blumen erkennen

Inzwischen gibt es in Deutschland, Europa und in anderen Ländern eine Reihe von Siegeln, an denen Verbraucher umweltverträglich, menschenfreundlich und/oder ökologisch erzeugte Blumen erkennen können. Einige Siegel zielen vor allem auf die Verbesserung der Umweltbedingungen bei der Blumenproduktion ab, so etwa „Das Grüne Zertifikat“ in Deutschland oder das niederländische MPS-Siegel des „Umweltprogramms Zierpflanzen“.

Das niederländische MPS-Siegel des „Umweltprogramms Zierpflanzen“ mit dem Zusatz „Socially Qualified“ berücksichtigt soziale und ökologische Aspekte. Die Fair-Handels-Organisationen TransFair (Deutschland), Max Havelaar (Schweiz) und Fairtrade Foundation (Großbritannien) zertifizieren Blumen, die nach den Kriterien des Fairen Handels produziert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten, daneben werden auch ökologische Kriterien berücksichtigt.

Also Augen auf beim nächsten Blumenkauf und den Händler nach diesen zertifizierten Blumen gefragt und lieber mal ’nen Euro mehr hingelegt und mit dem Bumenstrauß an die Liebste auch für die Lieben in der weiten Welt etwas Gutes getan.

Denn Nachfrage regelt Angebot! Die MACHT etwas zu verändern liegt bei uns, dem Kunden!

Tom Blue

Damit Ihr auch wieder mitsingen könnt und beim Riechen an den Blumen nur Gesundes aufnehmt, hier Günter Wewels Hit „Tulpen aus Amsterdam“:

Quellen: youtube, oeko-fair.de, welt.de, global2000.at

Link: Was sind Bioblumen?

Link: Wie werden Bioblumen und -zierpflanzen erzeugt?

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